Direkt zum Hauptbereich

Review: Vom Ende der Einsamkeit

Vom Ende der Einsamkeit Vom Ende der Einsamkeit by Benedict Wells
My rating: 2 of 5 stars

Ich sage einmal so. Direkt als ich das Buch beendete, dachte ich: solide 3/5.
2 Stunden später denke ich nun an eine 2/5. Bei der Bewertung von Büchern bin ich wirklich selten rational distanziert wie bei diesem, vielleicht liegt es daran, dass mich das Buch und der Autor manchmal nicht "überzeugt" hat und ich will Benedict Wellserklären wieso.

Ich werde mal aus meiner Notizen App direkt abschreiben, weil ich es witzig finde meine Rohgedanken zu teilen:
bis circa Seite 140: (Ab hier !Spoiler!)
ich habe vieles von diesem bestseller irgendwie erwartet aber nicht eine erzählung eines cucks der zum cuckenden wird.... weiss ich jetzt nicht. der schreibstil sagt mir auch nicht zu. zara basic abteilung

jetzt ab seite 300: (spoiler)

ich brauche wahrlich eine triggerwarnung wenn es um krebs geht, die einzige die ich brauche. als ich diesen hochgelobten spiegelbestseller kaufte und "endlich" einmal selbst lesen wollte habe ich irgendwie alles erwartet außer einen cuck oder ein krebsbuch (brauche ich aktuell und auch sonst im leben wenig). natürlich berührt es einen dann.
muss ein buch nur weil es traurige dinge enthält unbedingt ausgezeichnet sein? (ich sage nicht, es war schlecht!)

Zum Thema Schreibstil:
Benedict Wells schafft es gut, manche Gefühle und Lebenseindrücke gestochen scharf und präzise einzufangen. An anderen, meisten Stellen, überzeugt er mich als Autor nicht so (ich fühle mich extrem böse, es so offen ins Internet zu rufen, aber ich muss meine Gedanken gerade irgendwo kanalisieren denn mit wem anderes kann ich mich sonst darüber echauffieren): Viele Formulierungen, oder eher Versuche, Gefühle zu erfassen, habe ich selbst so ähnlich mit 14 in mein Tagebuch geschrieben oder in eine Word-Datei, bei meinen ersten literarischen Versuchen. Es klingt anmaßend.


Zusatz: Ich habe ab einem bestimmten Punkt dem Autor nicht mehr "geglaubt". Er hat seine Glaubwürdigkeit verloren, als er Marty, einen Charakter im Buch an 3-4 Stellen als Informatikstudenten, dann als Promovierter und Habituierter dargestellt. An einem Punkt relativ am Ende des Buches spricht dieser dann plötzlich mit Studenten, die ihn fragen, ob es denn einen freien Willen gäbe. Seit wann halten Informatiker Vorlesungen zum Thema Philosophie? Klar kann es das geben, aber ich hätte mir einen einen Nebensatz, einen Übergang dazu gewünscht, dass er sich zu einer solchen Figur entwickelt hat; oder der Autor hat es selbst kurz vergessen und zwei verschiedene Charaktere durcheinander gebracht. Weiß ich jetzt nicht.
Muss er wissen.




View all my reviews

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wow, bald ist es also ein Jahr her, dass ich Game of Thrones Staffel vier gesuchtet habe. Kann es ehrlich gesagt gar nicht fassen, dass es so lange her ist! Ich erinnere mich noch, als sei es gester gewesen... Da kam ich um 15.45 von der Schule, niemand zu Hause, wie immer, nehme meine Angeschlagenheitsdusche und schmeiße mich dann frisch angezogen aufs Bett. Auf mir mein Laptop, Game of Thrones mit englischer Synchronisation laufend. Haacchhhh jaaa, waren das tolle Zeiten! Und bald, in einem Monat und noch einigen Wochen ist es so weit und der Spaß kann weiter gehen. Ich weiß gar nicht mehr, wo es aufgehört hatte. Ich kann jetzt aber auch nicht mit der vierten Staffel beginnen, dafür habe ich momentan einfach zu viel zu tun. Was könnt eich jetzt machen? Schaue gerade Das Schicksal ist ein mieser Verräter, habe nun auch mal dazu aufgerafft. Ursprünglich wollte ich den Film nicht sehen, aber dann dachte ich mir ''Hey, wieso nicht?'' Denn ich mochte die Vorstellung von m...

Der Wunsch nach besinnungsloser Einsamkeit

Meine Welt stürzt ein. Um das Stürzen klage ich nicht, über das Geborenwerden klage ich, über das Licht der Sonne klage ich.  Erst kürzlich wieder daran gedacht, dass ich doch noch meinen Blog aus meiner Jugend noch haben muss, als mir mein Tagebuch noch nicht ausreichte. Auch wenn hier nicht so viel passiert ist, möchte ich gerne ein kurzes Update verfassen, auf das ich bald in einigen Jahren wahrscheinlich doch mal wieder hier vorbei schaue und durch das Vorhandensein dieser Beiträge mich selbst wundere. Etwas will mich nicht loslassen. Es ist etwas, das ich durchaus benennen kann aber es nicht möchte. Das Gefühl, schon seit einem Jahr nicht wie ich selbst zu sein. Seit ich meine Hälfte verlor nur langsam stockend durch Gassen zu irren und das Bewusstsein, dass es nie so sein wird es war und nur diese Konzentration darauf. Bei nächtlicher Leere einer Brücke nachdenken. Vielleicht komme ich irgendwann zu mir, denke ich immer wieder, nachdem man leise in den Raum hinein weint. Der ...